Fokus: Sicherheit, Datenschutz, Barrierefreiheit, Performance sowie SEO, Lesbarkeit und Usability.
Methodik: Analyse der öffentlich ausgelieferten Website (Runtime-Ebene) mittels Browser-DevTools, Security-Header-Scan, PageSpeed Insights und automatisierter Accessibility-Analyse.
Bewertet wird ausschließlich das tatsächlich beobachtbare Verhalten im Browser, nicht interne Systeme oder Annahmen über das Backend.
Bei der Analyse der HTTP-Response-Header fehlen zentrale Sicherheits-Header vollständig:
- Fehlende Basis-Sicherheitsmechanismen
- Keine technische Kontrolle über Drittanbieter-Skripte
- Erhöhte strukturelle Risiken
Tracking-Skripte werden auch dann geladen, wenn Nutzer im Cookie-Banner eine Ablehnung wählen.
Der Cookie-Banner hat damit keine steuernde Wirkung auf Script-Ebene. Eine klare technische Trennung zwischen notwendigen und optionalen Ressourcen ist nicht erkennbar.
Zusätzlicher Hinweis: Wenn man beim Cookie-Banner auf nein klickt, wird er kurz darauf wieder angezeigt (er taucht immer wieder auf).
Die Website bindet Medienressourcen (insbesondere Bilder) über das externe CDN images.ctfassets.net ein. Dieses CDN wird von Contentful, einem Anbieter für Headless-CMS- und Content-Delivery-Dienste, betrieben.
Beobachtung:
Datenschutzrechtliche Einordnung:
Der Einsatz eines externen CDNs ist grundsätzlich zulässig, erfordert jedoch:
Aus technischer Sicht ist festzuhalten, dass diese Drittanbieter-Einbindung nicht durch das Consent-Management gesteuert werden kann und daher nicht als optionaler Dienst behandelt werden sollte.
Die Datenschutzerklärung ist formal umfangreich, bildet jedoch die tatsächliche technische Einbindung externer Dienste nicht konsistent ab.
Insbesondere werden technisch zwingende Drittanbieter-Einbindungen (z. B. externe Medien-CDNs) nicht klar von optionalen Diensten abgegrenzt.
- Externe Skripte mit potenzieller Datenübertragung
- Technisch erschwerte DSGVO-konforme Einwilligungsumsetzung
- In der Datenschutzerklärung werden tatsächliche Datenübertragungen nicht präzise und systemnah beschrieben
Die Website ist stark JavaScript-abhängig. Inhalte und Interaktionen setzen eine vollständige Client-Side-Ausführung voraus.
Dies kann zu Einschränkungen für Screenreader, Tastaturnavigation und assistive Technologien führen.
Die WAVE-Analyse zeigt mehrere relevante WCAG-Fehler, unter anderem:
Zusätzlich wurde eine hohe Anzahl an Warnungen zur Überschriftenstruktur und NoScript-Abhängigkeit festgestellt.
- Relevante WCAG-Fehler
- Fehlende Fallback-Strukturen
- Erhöhte Abhängigkeit von JavaScript
Ergebnisse:
Core Web Vitals:
Der gute FCP-Wert zeigt einen schnellen ersten Seitenaufbau. Der deutlich erhöhte LCP-Wert weist jedoch darauf hin, dass zentrale Inhalte für Nutzer spät sichtbar werden.
Dies ist typisch für JavaScript-lastige Frontends.
Der Test für Rich-Suchergebnisse von Google zeigt, dass auf der geprüften URL keine strukturierten Daten erkannt werden.
Es sind somit keine Rich Results (z. B. Organisation, LocalBusiness, FAQ, Breadcrumbs o. Ä.) für Suchmaschinen verfügbar.
Beobachtung:
Auswirkung:
Sprich: Viel ungenutztes SEO-Potenzial, insbesondere für:
Einordnung:
Fehlende strukturierte Daten sind kein technischer Fehler, bedeutet aber einen klaren Wettbewerbsnachteil.
Gerade für ein IT-Unternehmen wäre eine saubere semantische Auszeichnung (z. B. Organisation, LocalBusiness, Services) problemlos möglich und fachlich zu erwarten.
- Kritischer LCP-Wert
- Zusätzliche externe Requests im Rendering-Pfad
- Potenziell negative Auswirkungen auf Core Web Vitals
Die Texte verwenden überwiegend abstrakte und allgemein gehaltene Begriffe (z. B. „IT-Lösungen“, „EDV-Problematiken“, „kompetente Unterstützung“).
Das führt zu geringer Differenzierung gegenüber Mitbewerbern und schwachen semantischen Signalen für Suchmaschinen.
Die Inhalte sind primär aus Unternehmensperspektive formuliert und gehen nur selten auf konkrete Nutzerfragen, typische Probleme oder Anwendungsszenarien ein. Dadurch lassen sich die Inhalte nur schwer klaren Suchintentionen zuordnen.
Lange Absätze, komplexe Satzstrukturen und geringe visuelle Gliederung erschweren es den Usern, die Inhalte schnell zu erfassen.
Da die meisten Texte in Nominalstil verfasst wurden, sprechen sie nur den rationalen Teil des Gehirns an und verhindern, dass Emotionen entstehen (und damit die gewünschten Handlungsimpulse).
Ein weiteres Problem ist, dass die Inhalte stark „geclustert“ sind und kein durchgängiger Lesefluss möglich ist. Die notwenige Struktur für Suchmaschinen (Absätze, Zwischenüberschriften) bleibt komplett außen vor.
Bessere Variante:
Damit die IT im Unternehmen reibungslos läuft, müssen mehrere Dinge zusammenspielen. Wir beraten beim Aufbau der IT-Infrastruktur, stimmen Hard- und Software sauber aufeinander ab und setzen Anforderungen in praktikable Lösungen um. Dabei unterstützen wir nicht nur technisch, sondern auch im laufenden Betrieb.
Im Support arbeiten wir vor allem präventiv. Wir richten Systeme so ein, dass sie stabil laufen und möglichst wenig Notfälle verursachen. So unterstützt die IT den Arbeitsalltag – statt ihn auszubremsen.
Je nach Bedarf übernehmen wir die IT vollständig, unterstützen in einzelnen Bereichen oder stehen mit unserer Helpline für den täglichen Support zur Verfügung. Sie haben dabei immer einen festen Ansprechpartner, der Ihre IT kennt und schnell reagieren kann, wenn Sie Hilfe brauchen.
Mehrere Textabschnitte wiederholen ähnliche Aussagen, ohne neue inhaltliche Aspekte hinzuzufügen.
Das reduziert die thematische Tiefe und das Longtail-Potenzial.
- Inhalte vorhanden, aber zu generisch formuliert
- Schwache Ausrichtung auf Suchintentionen
- Eingeschränkte Lesbarkeit und Scannbarkeit
- Potenzielle Kunden werden nicht direkt angesprochen.
Die Website ist funktional, weist jedoch strukturelle Schwächen in sicherheits-, datenschutz-, usability- und SEO-relevanten Bereichen auf. Gerade für ein IT-Unternehmen entsteht dadurch ein sichtbarer Widerspruch zwischen technischem Anspruch und öffentlicher Umsetzung.
Die Analyse zeigt, dass die Website ohne grundlegende Sicherheits-Header betrieben wird und externe JavaScript-Abhängigkeiten nicht technisch eingeschränkt sind.
Zusätzlich erschweren eine stark client-seitige Architektur und generisch formulierte Inhalte eine optimale Nutzerführung.
Obwohl die Struktur der Überschriften korrekt ist, kommt man als Besucher nicht in den notwendigen „Lesefluss“, das verringert die Wirkung und verhindert einen konkreten Handlungsimpuls.
Fazit:
Um in Suchmaschinen gut abzuschneiden, muss die technische Basis stimmen. Vor allem Barrierefreiheit, JS und strukturierte Daten spielen aus technischer Sicht eine große Rolle.
Was ich empfehlen würde:
Langfristig:
Nachbau statt Flickwerk. Ein sauberer Nachbau auf einer wartbaren Basis ist aus meiner Sicht wesentlich günstiger und nachhaltiger als an der bestehenden Lösung herumzudoktern. Sprich: Moderne Technik, sauber aufgesetzt, ohne das Design zu verändern. Ausnahme: Die Seiten mit Fließtext etwas „lockerer“ strukturieren, damit die Inhalte besser strukturiert sind und leichter verstanden werden.
Was jetzt schon möglich ist:
Dass das wirklich der große Gamechanger ist, kann ich allerdings nicht garantieren. Die größten Baustellen liegen nicht im Inhalt, sondern in Technik, Datenschutz und Struktur. Und ich kann nicht sagen, ob Google neue Inhalte nicht bloß als reine Kosmetik ansieht.
Sorry, dass ich keine besseren Nachrichten hab, aber ich will nichts versprechen, wovon ich nicht weiß, ob es was bringt. Wahrscheinlich wäre ein Nachbau inklusive neuer Texte deutlich schneller fertig, als die Fehler zu beheben.
Bei Fragen bitte einfach melden!
Liebe Grüße,
Sam